Wie zu erwarten – das aufgearbeitete Fahrrad ist aus ökologischer Sicht eine viel bessere Option. Es erfordert keine Gewinnung und Verarbeitung neuer Ressourcen, während auch der Transport- und Verteilungsbedarf stark reduziert wird – all dies senkt die Kosten. Und die gute Nachricht ist, dass das gleiche Prinzip, das für Fahrräder funktioniert, auch große Vorteile bietet, wenn es auf die Automobilindustrie angewendet wird. In Europa geht die Europäische Union gegen sieben Nationen vor, darunter Deutschland und Großbritannien, weil sie die Abgasvorschriften für Autos nicht gestaffelt haben, nachdem der Dieselgate-Skandal verdächtiges Verhalten in der Branche gezeigt hat. Die Europäische Kommission greift auf die stärksten rechtlichen Schritte zurück, die sie gegen Mitglieder ergreifen kann, was möglicherweise vor Gericht enden könnte. Dieser Standard für Stickoxidemissionen gehört zu den strengsten der Welt. Zum Vergleich: Die heutigen europäischen Normen Euro 5 (2008 «EU5-konform»,[3] 2009[5] –2014-Modelle) und Euro 6 (Modelle 2015) begrenzen die Stickoxidemissionen nur auf 0,18 Gramm pro Kilometer bzw. 0,08 Gramm pro Kilometer (0,13 g/mi). [82] [83] Abschalteinrichtungen sind in der EU verboten. [84] Die Verwendung einer Abschalteinrichtung wird mit einer Strafe belegt.

[83] Am 4. Januar 2016 reichte die US-Regierung in Detroit eine Klage gegen VW ein, in der sie den deutschen Autobauer des Betrugs und der Verletzung amerikanischer Klimaschutzbestimmungen beschuldigte. Die Klage forderte bis zu 46 Milliarden US-Dollar wegen Verstößen gegen das Clean Air Act. Eine große Jury der US-Bundesregierung hat sechs Volkswagen-Führungskräfte und -Mitarbeiter wegen ihrer Rolle im Abgasskandal angeklagt. Bei der Verkündung der Anklagen sagte der stellvertretende Generalstaatsanwalt Yates: «Dies war nicht einfach die Aktion eines gesichtslosen, multinationalen Konzerns… An dieser Verschwörung waren Einzelpersonen aus Fleisch und Blut beteiligt, die ihre Positionen bei Volkswagen nutzten, um sowohl Die Regulierungsbehörden als auch die Verbraucher zu täuschen. Seit Beginn dieser Ermittlungen haben wir uns verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Verantwortlichen für kriminelle Aktivitäten zur Rechenschaft gezogen werden. Wir haben die Beweise verfolgt – vom Showroom bis zum Sitzungssaal – und sie haben uns zu den Leuten gebracht, deren Anklagen wir heute verkünden.» Der Risikomanagementprozess ist in der DIN ISO Norm 31000:2018 beschrieben. Nach der DIN-ISO-Norm besteht der Prozess aus drei Phasen: Risikoidentifikation, Risikobewertung (Risikoanalyse und -bewertung) und Risikokontrolle. Die Risikoidentifikation zielt darauf ab, Risikoquellen auf der Grundlage historischer Daten, theoretischer Analysen und Gutachten zu identifizieren. Als solches hilft es, Relevanz zu bestimmen. Die Risikoanalyse berücksichtigt das Risiko niveau und die Wahrscheinlichkeit seines Auftretens; Wirkungsgrad und Eintrittswahrscheinlichkeit relevanzgebunden sind.

Die Risikobewertung klassifiziert die Akzeptanz oder Verträglichkeit von Risiken mit ihrer Fähigkeit, Wert zu schaffen. Schließlich ist das Risikomanagement der Auswahl und Umsetzung von Verfahren und Maßnahmen zur Änderung von Risiken gewidmet.